Elektroinstallation
Elektroinstallation im Altbau: Ablauf, Dauer und Entscheidungen
Veröffentlicht am
Eine Elektroinstallation im Altbau läuft in vier Schritten: Bestand aufnehmen, Stromkreise und Zählerplatz planen, abschnittsweise installieren, am Ende messen und dokumentieren. Wie lange das dauert, entscheidet vor allem, ob die Wohnung bewohnt bleibt und wie sich neue Leitungen führen lassen.
Unser Betrieb besteht seit 1956 in Köln; Elektroinstallationen in Altbau, Neubau und Sanierung gehören seit dieser Zeit zu unseren Leistungen. Dieser Beitrag beschreibt, was im Bestand zuerst geprüft wird, welche Entscheidungen bei Ihnen liegen und welche Punkte den Aufwand bestimmen.
Was im Bestand zuerst geprüft wird
Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme. Sie entscheidet, ob einzelne Stromkreise genügen oder die Installation einer Wohnung vollständig erneuert werden sollte:
- Art und Zustand der vorhandenen Leitungen, ihr Querschnitt und ihre Isolierung
- Die Verteilung: alter Sicherungskasten oder Verteiler mit Leitungsschutz- und Fehlerstrom-Schutzschaltern
- Ob in allen Räumen ein Schutzleiter vorhanden ist – in alten Wohnungen fehlt er häufig
- Zahl und Lage der Steckdosen im Verhältnis dazu, wie die Räume heute genutzt werden
- Der Zählerplatz: Platz, Zugänglichkeit und Zustand der Zähleranlage
Aus diesen Punkten ergibt sich der Umfang. Oft zeigt sich dabei, dass sich einzelne Nachrüstungen nicht lohnen, wenn die Wände ohnehin geöffnet werden müssen.
Zählerplatz und Verteilung
Der Zählerplatz ist die Stelle, an der Ihre Anlage und das Netz zusammenkommen; Änderungen daran werden mit dem Netzbetreiber abgestimmt. Zähleranlagen gehören zu unseren Leistungen – wir sagen Ihnen deshalb früh, ob der vorhandene Zählerschrank bleiben kann oder erneuert werden muss. Das ist wichtig für die Reihenfolge: Ein neuer Zählerschrank braucht einen eigenen Termin, an dem die Anlage kurzzeitig ohne Spannung ist.
Arbeiten in bewohnten Räumen
Im bewohnten Altbau wird abschnittsweise gearbeitet – Raum für Raum oder Etage für Etage, mit Provisorien für Licht und Steckdosen in den Bereichen, die noch genutzt werden. Geöffnete Wände bedeuten Staub und anschließend Putz-, Maler- und gelegentlich Bodenarbeiten. Wer diese Folgearbeiten übernimmt, sollte vor dem ersten Schlitz geklärt sein.
Nicht jede Leitung muss unter Putz. Lassen sich Wege über Leerrohre, Sockelkanäle oder abgehängte Decken nutzen, bleibt der Eingriff kleiner. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, besprechen wir vorab – dafür genügen ein Anruf oder eine Terminanfrage.
Was die Dauer bestimmt
Eine belastbare Aussage zur Dauer ergibt sich erst, wenn Bestand und gewünschter Umfang bekannt sind. Diese Punkte verschieben sie am stärksten:
- Bewohnt oder leer – in leerstehenden Wohnungen laufen die Arbeiten deutlich zügiger
- Leitungswege: vorhandene Leerrohre gegenüber neu gestemmten Schlitzen
- Umfang: einzelne Stromkreise, eine Wohnung oder das gesamte Haus
- Ob der Zählerschrank erneuert wird und wann der zugehörige Termin möglich ist
- Folgegewerke, die nach uns arbeiten müssen
Was Sie mitentscheiden
Eine Sanierung ist der günstigste Zeitpunkt für alles, was später nur mit neuem Eingriff ginge. Aus unseren Leistungen sind dabei besonders häufig gefragt:
- Beleuchtung: Lichtpunkte und Schaltstellen gehören in ein Beleuchtungskonzept, nicht in die Reihenfolge der alten Anlage
- Netzwerk: Daten- und Netzwerktechnik lässt sich jetzt mitverlegen, solange die Wände offen sind
- Smart Home: Auch wenn die Steuerung später kommt, sollten die Leitungen dafür vorgesehen sein
- Ladelösung für E-Mobilität: ein Leerrohr zum Stellplatz kostet jetzt wenig Aufwand
- Alarmanlage: festinstalliert nur während der Bauphase sinnvoll, sonst als Funkanlage
Diese Gewerke liegen bei uns in einer Hand – bis zur Prüfung der ortsfesten elektrischen Anlage, die derselbe Betrieb ausführt, der installiert hat. Eine Übersicht finden Sie auf unserer Seite Leistungen im Elektrohandwerk.
Kostenfaktoren – ohne Pauschalpreise
Was eine Sanierung kostet, hängt an wenigen, gut benennbaren Punkten: den Leitungswegen und dem Stemmaufwand, der Zahl der Stromkreise, dem Zustand des Zählerschranks, den gewünschten Zusatzgewerken und der Wiederherstellung der Oberflächen. Pauschale Quadratmeterpreise führen im Altbau in die Irre, weil zwei gleich große Wohnungen völlig unterschiedliche Leitungswege haben können. Wir nennen Zahlen deshalb erst, wenn der Umfang feststeht.